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01.09.2010, 11:05 Uhr | Übersicht | Drucken
Börnsen/Selle: Kinopreise runter und nicht rauf!

Anlässlich von Meldungen, die Kinokette Cinemaxx wolle ihre Eintrittspreise erhöhen, erklären die Abgeordneten Wolfgang Börnsen (Bönstrup) MdB und Johannes Selle MdB:



Dank des 3-D-Booms melden die Kinos in Deutschland ein Rekord-Halbjahresergebnis. Trotzdem will der Vorstandschef der Kinokette Cinemaxx, Christian Gisy, die Eintrittspreise willkürlich auf bis zu zehn Euro erhöhen. Eine solche Preiserhöhung passt nicht in die Landschaft. Sie wird die Zukunft des ohne-hin schon bedrohten Kulturgutes Kino gefährden, statt sie zu sichern.

Trotz Besucherrückgang erzielten die deutschen Kinos im ersten Halbjahr 2010 dank erhöhter Eintrittspreise für 3-D-Filme den höchsten Gesamtumsatz seit Beginn der Aufzeichnungen der Filmförderanstalt; er stieg um 21,7 Mio. auf 443,1 Mio. Euro. Im Durchschnitt kostet eine Kinokarte inzwischen 7,84 Euro, 85 Cent mehr als ein Jahr zuvor. Wer aber stolz ist auf seine Rekordeinnahmen, muss die Preise senken, nicht anheben! Anders ist der Besucherrückgang nicht aufzuhalten. 

Filme sind das Kulturvergnügen des ‚kleinen Mannes‘. Der Staat fördert indirekt jede verkaufte Kinokarte, indem er nur den ermäßigten Umsatzsteuersatz erhebt. Daraus erwächst für die Kinos eine gesellschaftliche Verantwortung. Das Kino muss ein Kulturgut für alle bleiben. 

Cinemaxx argumentiert dabei nicht betriebswirtschaftlich, sondern zieht lediglich den Vergleich mit den Preisen für andere Freizeitaktivitäten. In der aktuellen Situation die Kinokarten kräftig zu verteuern, wäre maßlos, unklug und würde gerade junge Kinogänger nachhaltig vor den heimischen DVD-Player vertreiben.



Zusatzinformationen zum Download
pm_2010_08_31_boernsenselle_kinopreis.pdf
 

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